Brustvergrößerung mit Implantaten :
Über einen Schnitt in der Brustfalte, um den Brustwarzenvorhof oder in der Achsel bringt der Chirurg während einer Operation, die grundsätzlich in Vollnarkose erfolgen sollte, ein Implantat in eine von dem Chirurgen zu formdene Implantathöhle in die Brust ein.
Als Platzierung für das Implantat kommt dafür eine Platzierung auf dem Brustmuskel (subglandulär) oder unter dem Brustmuskel (submuskulär) infrage. Die Platzierung auf dem Brustmuskel sollte nur bei ausreichend Eigengewebbe, um die Implantatränder abzudecken und bei straffem Bindegewebe und nicht zu großen Implantaten eingesetzt werden. Bei wenig Eigengewebe, nicht mehr so elastischem Hautmantel und / oder größeren Implantaten sollte das Implantat unter den Brustmuskel gelegt werden.
Eine Brustvergrößerung kann durch verschiedene Arten von Implantaten erreicht werden. Sie unterscheiden sich vor allem nach Material, Form und Größe.
Am häufigsten werden dabei heutzutage in Deutschland Implantate aus Silikon eingesetzt, da diese sich natürlicher anfüllen als die früher noch häufiger verwendeten Kochsalz-Implantate. Die Gefahr des Auslaufens von Silikon besteht heute nicht mehr, daß die Implantate nicht mit flüssigem sondern mit sogenanntem kohäsiven (vernetzten) Silkon gefüllt sind.
Nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten wird oft mindestens eine Übernachtung in der Klinik zur Überwachung empfohlen, in einigen Fällen werden Brustvergrößerungen aber auch ambulant durchgeführt.
Einige Ärzte empfehlen nach der Operation das Tragen eines Stuttgarter Gürtels, in Kurzform “Stutti” genannt. Dabei handelt es sich um einen straffen Gurt, der oberhalb der Brust getragen wird und verhindern soll, daß die Implantate nach oben rutschen. Andere Ärzte bandagieren die Brust in der ersten Woche mit einem Tapeverband, der ebenfalls das Einheilen an der richtigen Stelle ermöglichen und durch die Kompression die Heilung fördern soll. Es gibt auch Ärzte, die weder einen Stuttgarter Gürtel noch einen Tapeverband verordnen. Das hängt von den jeweiligen OP-Techniken, den Erfahrungen aber auch von der persönlichen Philosophie des jeweiligen Arztes ab. Man sollte sich nach einer Brustvergrößerung auf jeden Fall immer an die Empfehlung des eigenen Arztes halten.
Schmerzen nach einer Brustvergrößerung können individuell sehr unterschiedlich empfunden werden. Das kann unter anderem mit der OP-Technik - z.B. wie gewebeschonend die Operation durchgeführt wurde - zu tun haben, aber auch mit der Größe der Implantate. Je größer die Implantate sind, desto stärker ist die Dehnung, desto größer können die empfundenen Schmerzen sein. Eine Platzierung der Implantate über Brustmuskel kann als weniger schmerzhaft empfunden werden als eine Platzierung der Implantate unter dem Brustmuskel.
Für die Arbeitsunfähigkeit nach einer aus rein kosmetischen Gründen durchgeführten Brustvergrößerung gibt es keine Krankschreibung. Man sollte für die Zeit nach der Operation deshalb ca 7-14 Urlaubstage einplanen, bei körperlich sehr anstrengender Arbeit entsprechend länger.
Nach ca 6 Wochen ist die Heilung normalerweise soweit vorangeschritten, daß man in Absprache mit dem eigenen Arzt wieder (fast) alles so machen darf wie vor der Brustvergrößerung. Der innere Heilungsprozess ist aber noch lange nicht abgeschlossen und die Brust wird sich in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter verändern. Bis das endgültige Ergebnis erreicht ist, kann bis zu einem Jahr oder länger vergehen.
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